Die Legende des Neufundländers

Da
wo sich die Wellen des Ozeans in kochenden Schaum
auf dem Riff brechen, wurde
eine Legende geboren.
Sie
erzählt die Geschichte
als Gott eines Tages
sein Werk betrachtete. Er schaute
auf eine von
Stürmen gegeißelte Insel
bewohnt von einem kleinen Volk
von Fischern.
Diese
rauhen Menschen kämpften mit Kühnheit gegen die unerbittliche Natur, aber der
Frost des Winters und die unzugänglichen Küsten forderten ihr Recht und
kosteten Menschenopfer. Trotzdem blieben sie standhaft in dieser Erde in einer
Hartnäckigkeit, welche gleich ihrem Mut war.
Gott
sah diese Mühen und hatte Mitleid mit diesen Menschen. Er überlegte, wie er
ihr Leiden erleichtern könne. Er suchte unter seinen Kreaturen eine, die diesen
Zweck erfüllen könnte, fand aber keine. Er entschied deshalb eine zu schaffen.
Er
nahm den Körper eines Bären. Das schwere Knochengerüst passte gut zur ermüdenden
Härte und das dichte Fell hatte die Eigenschaft der Kälte zu trotzen. Er
dachte dann die Gestalt mit den Konturen des Seehundes zu mildern, damit er
besser schwimmen und mit Eleganz durch die Wogen gleiten konnte.
Seinen
Blick auf das Meer wendend begegnete er den Delphinen, welche lebhaft und
neugierig den Schiffen folgten. Ihre freundlichen kleinen Augen offenbaren ein
heiteres Tier, das die Menschen bis zur Rettung des Lebens liebt. Das durfte er
nicht vergessen!
Teil
um Teil aus der wunderbaren schöpferischen Kraft entstand ein prächtiges Tier
mit leuchtendem Fell, mächtig und sanft zugleich. Was brauchte es noch um eine
Treue in jedem Anblick zu erreichen, um mit den Menschen zu leben, bereit zu
sein, sein Leben für ihn zu opfern? Gott setzte diesem Geschöpf das Herz eines
Hundes ein und das Wunder war vollkommen:
Seit
diesem Tag besitzen die Menschen einen mutigen, starken und treuen Begleiter: